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High Dynamic Range

Seit geraumer Zeit wirklich sehr im Kommen, oder schon angekommen ist die HDR-Photographie.

Wer sich viel im Netz und damit in Photoforen bewegt, wird sicher schon hier und dort auf eine solche Aufnahme gestossen sein. Photos, die mit der HDR Technik erstellt wurden glänzen besonders durch ihren Kontrast und Detailreichtum. Ergebnis: Strahlende Farben, Detailliertheit und Dynamik. Während eine Kamera gerade einmal einen kleinen Bruchteil des eigentlich vorhandenen Kontrastes messen kann und sich Details z.B. in schattigeren Flächen im Schwarzen verlieren,

schafft man sich, dank Software nun eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken. Der Trick dabei ist,

das man von ein und dem selben Motiv mehrere Aufnahmen macht, alle zu je unterschiedlicher Belichtung- unterbelichtet, normal belichtet, überbelichtet. Diese Aufnahmen werden via Software, z.B. PhotoImpact, Photoshop oder Photomatix zu einem HDR Photo "zusammengefügt". Man hat die Möglichkeit bestimmte "Bereiche" hervorzuheben oder abzumindern, beispielsweise die Detailtiefe, Mitteltöne oder Licht und Schatten. Raus kommt ein Photo mit grossem Kontrast- und Detailumfang.

Toll wirken solche Effekte bei z.B. alten Fabrikgebäuden oder Autos. Sieht das Gebäude schon auf normaler Aufnahme "alt" aus, wird man erstaunt sein, wie "alt" dieses auf der HDR Aufnahme erscheinen wird! Aber auch Landschaftseindrücke können positiv hervorgehoben werden. Aber man sollte vorsichtig an den Reglern rumschrauben, denn ein HDR kann auch schlecht aussehen.

Ich persönlich finde, das ein HDR nicht auf jedes Motiv passt und das man es je nach Motiv wirklich sparsam anwenden sollte. Ganz schlimm sieht es z.B. aus, wenn wir z.B einen Baum photographieren und sich so eine "Lichtkontur" um das Motiv herum abzeichnet.

Es gibt sehr viele HDR Aufnahmen, aber nur wenige sind wirklich gut.

Mit HDR erstelltes Photo (c)HvidLiljer

25.5.08 11:06


Wie kann man von Liebe träumen, wenn man nur Hass kennt

Ich blicke in die Augen dieses Jungen und muß unweigerlich daran denken, wie formbar die kleine Seele dahinter doch ist. Rein und neugierig blicken sie mich an- und unschuldig. Wenn man noch Kind ist gibt es nichts Böses, keiner kann dir etwas tun.  ?

Zeichnung(c)HvidLiljer

Unschuld ist auch in den Augen der Kindersoldaten. Sie sind unschuldig, obwohl sie Schuld auf sich geladen haben. Diese Schuld lastet auf ihnen, zerbricht nach und nach ihre kleine Seele. Während des fast 20 jährigen Bürgerkrieges in Afrika/Uganda unter dem Terror der LRA (Lord's Resistance Army) wurden Kinder sytematisch entführt und zum Morden ausgebildet. Die LRA terrorisierte, verstümmelte, mordete und hatte stets eine Antwort willkürlicher Luftangriffe auf Dörfer parat. Die Zivilbevölkerung wurde brutal unterdrückt und in Vertriebenenlager gefercht. Auch vor denen von ihnen entführten Kindern machten sie keinen Halt: Neben der 'zwanghaften' Ausbildung zur Waffenführung und Töten gehörten Verstümmelungen, Vergewaltigungen und Mord an den Kindern selbst zur Tagesordnung. Überlebende Kinder, kehrten entweder mit Verstümmelungen, schwersten Kriegsverletzungen oder/und schwerwiegenden psychischen Schäden zurück, verfolgt von Alpträumen und stetiger Angst. Und das "Zurückkehren" war und ist in der Regel nur ein Zurückkehren aus dem "Waffenkrieg" heraus- hinein ins Ungewisse. Viele Familien nahmen/nehmen ihre Kinder nicht wieder bei sich auf, sei es aus Angst vor erneuten Übergriffen, religiösen/kulturellen Gründen oder sogar Angst vor dem eigenen Kind. Einige Kinder schaffen es in eine sogenannte "Auffangstelle" für Kindersoldaten. Dort versucht man den Kindern auf soziale Art zu helfen und sie wieder in ihre Familien zu integrieren. Manchmal mit Erfolg, oft ohne. Diese Kinder kommen aus einer verachtenden, brutalen, gefährlichen Umgebung und gehen in eine andere, doch ebenso miserable und "verachtende" Lage hinein. Sie werden beäugt von anderen Menschen für ihre Taten, werden teilweise verachtet und sind von ihrem eigenen Fleisch und Blut nicht geduldet. Man kann sich nur schwer hineinversetzen, wie schlimm dies sein muß. Verurteilt für Taten, die sie zwar begangen haben, doch eigentlich doch nicht begangen haben. "Die Familien sagen, wir haben ein Kind verloren und einen Mörder zurückbekommen" (Auszug "Rückkehr in die Familie" der Caritas International). Ein Mädchen z.B. wurde entführt und zum Kämpfen gezwungen, man vergewaltigte sie- Als sie aus dem Krieg zurückkehrte musste sie zusätzlich um ihre Gesundheit fürchten. Stetige Ungewißheit, ob man sich mit dem HIV Virus infiziert hat. Ein anderer Junge wurde von seinem "Kommandanten" gezwungen, eine Frau zu erstechen, erzögerte und hatte doch keine Wahl. Aus Angst vor dem Kommandanten stach er zu- vor den Augen eines kleinen Jungen- das Kind der ermordeten Frau. Als er zurückkehrte wurde er von alpträumen gequält und litt furchtbar unter diesem Verbrechen. Seine Familie wollte ihn nicht zurück. Später kam er bei seiner Tante unter, bei der er an jedem Abend auziehen musste in die Stadt, um dort mit hunderten anderer Kinder auf der Strasse zu übernachten. Später bat er darum in ein Kinderhein zu kommen. Als ihm im Kinderheim ein Schlafplatz auf dem Boden angeboten wurde, sah man ihn zum ersten Mal wieder lächeln!

Ein Betroffener der LRA in einem Interview:

"I wish I could be born again. It hurts me to see my reflection because of the way I now look.

The memories of it all are so painful."...

"Two men were tied and forced onto the ground where their heads were joined together. The rebels tried to force me to pick up a log and hit their heads but I refused so one came for me with a knife and cut off my left ear. He accused me of being a government soldier and said that I would be finished off if I failed to smash their heads."...

"..they began taunting me, saying that I was big-headed, and because I refused to respect them I would be cooked alive. "...

"They stopped raping the women that were in our group and acted as though they were going to let us eat and drink. The ladies were forced to boil water in a big tin.

Shortly after this they announced that we would eat the government soldier - supposedly, me."...

"For a long time, the rebels took turns at beating us men with hot metal, and raping the girls. ...

They returned to me at some point and re-tied me before chopping off my lips. They then cut off my right ear and my nose."...

"My wounds had begun to rot. The smell was so bad."...

"Then on the seventh day, because I never expected to live, I insulted their commander in the hope that in revenge he would kill me.

He just ordered his soldiers to cut off my hands. They did."...."I try, but I cannot forgive, and I cannot forget."

...

[Quelle Interview:BBC News + Information aus dem Film "Lost Children"]

-Und was sagt der Westen dazu? Not our Business?-

Es ist mir vollkommen unvorstellbar, wie Menschen soetwas zustande bringen. Ob nun die Entführungen in Afrika oder andere Gräueltaten in anderen Ländern oder im eigenen Land- oder in der eigenen Familie. Würden wir nur anfangen hinzusehen und würden wir endlich anfangen zu denken.

Für weitere Informationen zum Thema "Kindersoldaten", zum Film "Lost Children" anderer Themen und Spenden, kann auf der Seite der Caritas International weitergelesen werden:

http://www.caritas-international.de/hilfsprojekte/mittleres_afrika/uganda-kindersoldaten/10498.html

 

 

 

 

 

26.5.08 15:55


Nicht auf Antworten warten, sondern sie finden

Die ganze Nacht liege ich wach, um auf etwas zu warten, was vermutlich ohnehin nicht eintreffen wird. Nicht in dieser Nacht. Nicht heute. Nicht jetzt. Stundenlang warten, doch die Antwort wird nicht kommen. Sie hat vermutlich etwas Besseres zu tun, die Antwort. Vielleicht schläft sie schon längst. Oder immernoch. Barfuß schleiche ich durch das Haus, an das offene Fenster. Da ist der Mond. Dick und rund. Zufrieden. Zumindest zufriedener als ich, obwohl ich rund bin. Wie ein Ballon. Einer, der prall mit Luft gefüllt ist; kurz vorm Platzen. Ich bin gefüllt mit unwillkommenen Fragen oder Gedanken, mit dem Unterschied, daß aus mir die Luft schnell raus ist. Luftmatratze. Anfänglich liegt es sich gar nicht so schlecht auf ihr. Doch langsam und kontinuirlich entweicht ihr die Luft. Man liegt dann sehr bald auf dem harten Boden. Und das kann sehr unbequem werden.

Der Mond lächelt eines seiner strahlenden Lächeln, das silbern und zäh an meinen Lippen hängen bleibt. Ein wenig sarkastisch. Als würde er sagen wollen 'Schau nicht so erwartend, ich bin nur der Mond'.
Und der Dicke behält Recht. Ich hasse es, wenn ich im Unrecht bin. Das reicht! Ich heule den Mond an. Irgendwann hat er es satt und verschwindet.

Es ist Morgen und die Sonne geht auf. Doch die Antwort ist nicht gekommen. Ich sehe der Sonne zu. Sie lächelt. 'Sei nicht böse auf den Mond, im Grunde bist Du ihm ähnlich. Er wartet in dunkler Nacht auf den Tagesanbruch'.

Sonne im Schilf (c)HvidLiljer

Die Sonne strahlt und ich fühle für einen Moment die Wärme in meinem Herzen. Ein lichter Moment. Es fühlt sich gut an. Die Sonne ist etwas, das ich mag. Ich beschliesse, mir ein wenig Creme auf die mondgebräunten Wangen zu schmieren und fahre hinaus. Besorge mir ein Plakat und ein paar Farben. Kräftige Farben. Rote, Blaue, Grüne, Gelbe. Als ich wieder zu Hause ankomme, schreibe ich in grosser Schrift auf mein Plakat 'Ich bin, und das macht mich aus: '. Als Erstes male ich eine grosse Sonne, die strahlt. Damit ich es nicht vergesse. Und nehme mir vor, in jedem Lichten Moment, eine neue Eigenschaft auf mein Plakat zu übertragen.

Die Antwort nicht zu verstehen, bedeutet nicht, das sie nicht existiert. Ich bin die Antwort.

28.5.08 21:10


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