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Leben

Nicht auf Antworten warten, sondern sie finden

Die ganze Nacht liege ich wach, um auf etwas zu warten, was vermutlich ohnehin nicht eintreffen wird. Nicht in dieser Nacht. Nicht heute. Nicht jetzt. Stundenlang warten, doch die Antwort wird nicht kommen. Sie hat vermutlich etwas Besseres zu tun, die Antwort. Vielleicht schläft sie schon längst. Oder immernoch. Barfuß schleiche ich durch das Haus, an das offene Fenster. Da ist der Mond. Dick und rund. Zufrieden. Zumindest zufriedener als ich, obwohl ich rund bin. Wie ein Ballon. Einer, der prall mit Luft gefüllt ist; kurz vorm Platzen. Ich bin gefüllt mit unwillkommenen Fragen oder Gedanken, mit dem Unterschied, daß aus mir die Luft schnell raus ist. Luftmatratze. Anfänglich liegt es sich gar nicht so schlecht auf ihr. Doch langsam und kontinuirlich entweicht ihr die Luft. Man liegt dann sehr bald auf dem harten Boden. Und das kann sehr unbequem werden.

Der Mond lächelt eines seiner strahlenden Lächeln, das silbern und zäh an meinen Lippen hängen bleibt. Ein wenig sarkastisch. Als würde er sagen wollen 'Schau nicht so erwartend, ich bin nur der Mond'.
Und der Dicke behält Recht. Ich hasse es, wenn ich im Unrecht bin. Das reicht! Ich heule den Mond an. Irgendwann hat er es satt und verschwindet.

Es ist Morgen und die Sonne geht auf. Doch die Antwort ist nicht gekommen. Ich sehe der Sonne zu. Sie lächelt. 'Sei nicht böse auf den Mond, im Grunde bist Du ihm ähnlich. Er wartet in dunkler Nacht auf den Tagesanbruch'.

Sonne im Schilf (c)HvidLiljer

Die Sonne strahlt und ich fühle für einen Moment die Wärme in meinem Herzen. Ein lichter Moment. Es fühlt sich gut an. Die Sonne ist etwas, das ich mag. Ich beschliesse, mir ein wenig Creme auf die mondgebräunten Wangen zu schmieren und fahre hinaus. Besorge mir ein Plakat und ein paar Farben. Kräftige Farben. Rote, Blaue, Grüne, Gelbe. Als ich wieder zu Hause ankomme, schreibe ich in grosser Schrift auf mein Plakat 'Ich bin, und das macht mich aus: '. Als Erstes male ich eine grosse Sonne, die strahlt. Damit ich es nicht vergesse. Und nehme mir vor, in jedem Lichten Moment, eine neue Eigenschaft auf mein Plakat zu übertragen.

Die Antwort nicht zu verstehen, bedeutet nicht, das sie nicht existiert. Ich bin die Antwort.

28.5.08 21:10


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